Landung in Indien

Nun sind doch die Inder vor wenigen Tagen auf dem Mond gelandet und wir heute in Indien. Schon ganz schön verrückt.

Aber schön der Reihe nach. Gestern Abend um 21.15 Uhr sind wir wie geplant in Frankfurt gestartet. Der Dreamliner, wie die Boing 787 auch genannt wird, hatte schon einige Jahre auf dem Buckel und so waren etliche Gebrauchsspuren in der Kabine sichtbar. Der Flug dauerte 7 Stunden und 10 Minuten, sodass abzüglich der Zeit für Essen nicht viel Zeit zum Schlafen blieb. Vielleicht 1,5 Stunden in meinem Fall. So waren wir beide schon recht kaputt bei der Landung um 8.00 Uhr in Delhi. Aber zum Glück ging mit Gepäck und Immigration alles sehr flott und auch der Transfer zum Hotel war schnell erledigt.

Nach kurzer Pause im Hotel dann gegen 12.00 Uhr Treffen mit unserem Guide in der Lobby. Ein sehr netter, deutsprechender Herr zeigte uns in den kommenden 4 Stunden im Schnelldurchgang einige Highlights von Delhi.

Neu Delhi erweist sich als eine recht moderne und wiedererwarten saubere Stadt. Immerhin leben in dieser Metropole an die 30 Millionen Einwohner, bei einer Ausdehnung von ungefähr 50 km, sowohl in Nord-Süd als auch in West-Ost-Richtung. Die Ordnung in der Stadt hat unter anderem mit dem G20-Gipfel zu tun, welcher bald hier stattfindet, erklärt uns Puneet Kumar. Überall hängen die Plakate mit dem Bild von Narendra Modi und dem Logo des G20 Gipfels.

Vorbei an schicken Hotels, wo bald die Staatschefs wohnen werden, zunächst in Richtung Präsidentenpalast.

Unerwartet viel Grün in den Parkanlagen und auch an den großen Straßen. Die Alleen werden hauptsächlich von den hier typischen Ashok-Bäumen flankiert.

Hier ein Denkmal mit den großen Figuren der indischen Geschichte wie Mahatma Gandhi, Mutter Theresa und Anderen.

Das India Gate wurde für die gefallenen Soldaten im 1. Weltkrieg errichtet. In die Steine des Monuments sind an die 85.ooo Namen eingehauen. Ringsum das Gate unzählige Schüler, die uns immer wieder ansprechen mit „Hello“ oder „How are you“. Wir machen ihnen die Freude und stellen uns mit auf das Klassenfoto.

Bei aller Freude und schönen Motiven, werden wir von Mister Kumar immer wieder darauf hingewiesen, dass wir auf unsere Sachen aufpassen sollen, da hier gerne stibitzt wird. Selbstverständlich befolgen wir den Rat. Vor allem, wenn wir von vielen Menschen umringt sind. Und Menschen gibt es in Indien viele, fast 1,5 Milliarden um genau zu sein und damit mehr als in China.

Im Sikh-Tempel, unserem nächsten Stopp, ist auch richtig was los. Aber alles geht geordnet und ruhig zu. Im Tempel selbst darf nicht fotografiert werden und so können wir ganz ungestört dem Gesang des Priesters und dem Treiben der Gläubigen unsere Aufmerksamkeit widmen.

Die Besonderheit hier ist die Verteilung von Speisen und Getränken an jeden der das möchte.

In der ebenso riesigen Küche nebenan wird alles von den freiwilligen Helfern zubereitet.

Und draußen vor der Küche warten schon die Nächsten…

Bei so vielen Eindrücken „mitten in Indien“ war an Müdigkeit überhaupt nicht zu denken. Wir sind jetzt schon so froh diese Reise gemacht zu haben, obwohl wir gerade mal 6h hier sind. Nur der Hunger kommt uns auch so langsam hoch und gleich vor dem Sikh-Tempel gibt es leckeres Pakora, gleich an der Straße. Verschiede Gemüse im Teigmantel frittiert und dazu Massala Chai. Jetzt kommen wir richtig ins Schwitzen, denn 36 Grad sind es sowieso schon. Aber es schmeckt super.

Letztzes Ziel für heute ist die Jama Masjid in Alt-Delhi. Hier überwiegt deutlich der Anteil an muslimischer Bevölkerung und die Jama Masjid ist die große Freitagsmoschee.

Es ist die größte Moschee in Indien. Es passen 25.000 Gläubige hienein. Sie ist in Mogularchitektur aus rotem Sandstein im Jahre 1656 erbaut.

Jetzt sind wir aber wirklich müde und lassen uns zurück zum Hotel bringen. Morgen früh um 7.00 Uhr geht es mit dem Flugzeug nach Leh. Wir hoffen sehr auf gute Sicht während dem Flug.

Bis später Diana und Dirk

2 Kommentare zu „Landung in Indien

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