Vor 3 Tagen sind wir in Leh abgereist, und fahren jetzt auf der NH1 in Richtung Westen. Ziel ist schließlich Srinagar, die Hauptstadt von Kashmir. In 4 Etappen durchqueren wir Ladakh und der erste Zwischenstopp ist in Alchi geplant. Dem Verlauf des Indus folgend durchquert der Leh-Srinagar-Highway die Berge Ladakhs. Diese leuchten in vielen verschiedenen Farben und auf der Fahrt über die Serpentinen staunen wir ständig über die Schönheit dieses Gebirges. Der Fahrer stopt ca. 30 km hinter Leh an einem Viewpoint. Wir schauen auf nichts Geringeres als die Mündung des Zanskar-Flusses in den Indus.

Über Jahrhunderte kamen die Bewohner des Zanskar-Tales vom Norden nach Leh um hier an der alten Seidenstraße Waren zu handeln. Sie brachten Salz und Butter und tauschten es in Leh gegen Gewürze und vieles mehr. Im Winter war der gefrorene Zanskar ihr Weg. Das Wasser des Zanskar ist deutlich kälter als das des Indus, die verschiedenen Wasser sieht man auch deutlich an der Mündung.
Nur wenige Kilometer weiter schwenken wir nach rechts vom Highway ab und fahren hinauf zum Basgo Old Fort. Die Straße wird immer schmaler und schlängelt sich durch die engen Schluchten.



Beim Anblick der Felsen ringsum das Fort fühlen wir uns in eine Mondlandschaft versetzt. Auf den kargen Felsen sehen wir eine Kuh „Grasen“, von Gras kann wirklich keine Rede sein.

Kurz vor Alchi noch ein Besuch im Kloster von Likir. Es ist um 1100 erbaut und gehört zum Gelugpa-Gelbmützenorden.


Wenige Minuten später erreichen wir Alchi, unsere Übernachtung für heute. Alchi liegt ganz unten im Tal, gleich in der unmittelbaren Nähe zum Indus. Wir sind früh da und stromern noch gemächlich durch die engen Gässchen des Ortes. Es ist herrlich ruhig und meist auch schattig unter den Aprikosen- und Walnuss-Bäumen. Es ist nach dem lauten Leh eine Wohltat dieses paradiesische Dörfchen zu erleben.

Nach einer wunderbar entspannten Nacht, ohne Hundegebell vor dem Hotelfenster, starten wir am nächsten Morgen mit einer Besichtigung des Klosters von Alchi. Dieses 1000 Jahre alte Kloster ist das einzige welches nicht auf einem Hügel erbaut ist und es wurde zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Dementsprechend streng sind die Vorschriften und Kamera und Handy müssen am Eingang in einem Schließfach eingeschlossen werden. Die alten Wandmalereien sind immer noch großartig erhalten, was bestimmt an der geringen Luftfeuchtigkeit liegt. Hier und da eine Spur über den Wänden von durchgelaufenem Regenwasser.



Die Fahrt geht heute genauso spektakulär weiter, wie sie gestern aufgehört hat. Die Ausblicke beim Durchfahren der Berge und Täler, einfach grandios.


In einem schmalen Seitental versteckt sich das Kloster Uletopko.


Bei der Fahrt auf dem Highway fallen die vielen Militär-LKW auf. Ladakh hat eine sehr starke Präsenz des indischen Militärs und immer wieder fahren wir an Kasernen vorbei. Hier herrscht dann strenges Foto-Verbot. In einer engen Kurve liegt dann plötzlich ein umgekippter Militär-Laster auf der Straße und Diesel läuft aus.

Wir sind heilfroh nicht unmittelbar verwickelt zu sein. Während schon viele Militärs sich um die Unfallstelle kümmern, steuert unser Driver gekonnt vorbei. Die Passstraßen sind sowieso nicht so ganz easy zu befahren. Zum für uns ungewohnten Linksverkehr kommen vor allem unzählige bunte, riesigeTrucks aus Richtung Jammu und Kashmir uns immer wieder entgegen. Sie schnauben und qualmen und die Bremsen quietschen. Aber sie sind wunderschön anzuschauen.





Nächster Halt: Lamayuru, hier übernachten wir. Dieser Ort liegt auf 3600 Meter Höhe, direkt am Highway und hat so auf den ersten Blick nichts Besonderes. Doch wie wir so sind, schlendern wir noch um das Hotel rum und am Highway entlang. Die vorbeidröhnenden, hupenden, stinken Laster sind schon irre.

Und dann ist da ja noch das Kloster von Lamajuru. Es passt irgendwie so gar nicht zur Schnellstraße und sieht dennoch erhaben und großartig aus.


Über den Bergen braut sich ein Gewitter zusammen und auf dem Rückweg zum Hotel sehen wir diese riesige Menge an Mani-Steinen.



Am nächsten Morgen schauen wir uns das Kloster genauer an.


Auf der letzten Etappe von Lamajuru nach Kargil erreicht der Leh-Srinagar-Highway seinen höchsten Punkt.

Das sind ca. 4100 m über dem Meeresspiegel. Geht, wie schon gesagt, sehr gut mit der Höhe. Nervig sind eher die Nebenwirkungen der trocknen Luft auf Haut und Schleimhäute.


Je näher wir Kargil kommen, umso mehr werden die Orte durch muslimische Kultur geprägt. Unterwegs beim Lunch noch diese beiden Herzchen…


Kargil selbst ist überwiegend muslimisch und die Stadt ist jetzt nicht wirklich was fürs Auge. Wir bleiben im Zimmer und bereiten uns auf die Fahrt nach Srinagar morgen vor. Dann verlassen wir Ladakh, erreichen Kashmir und melden uns von dort wieder.
Viele Grüße
Diana und Dirk
Liebe Diana, lieber Dirk,
Ich habe mich wieder sehr über den Bericht der beiden letzten Etappen gefreut und bin sehr gespannt wie es weitergeht.
Bleibt vor allem gesund!
Liebe Grüße Catrin
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Liebe Diana, lieber Dirk. Ich habe mich sehr gefreut, als ich heute wieder einen Beitrag in Euerm Blog gelesen habe. Es ist schon ein großes Abenteuer. Passt auf Euch auf und bleibt gesund. Liebe Grüße Fredi
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